Ein herzliches Grüß Gott und Willkommen im Ursulinenkloster Straubing

Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen, die nach dem Vorbild der heiligen Angela Merici ein Leben in der Nachfolge Jesu führen. Wir wollen in unserem Leben - jede an dem Platz, an dem sie steht - die Liebe Gottes zu allen Menschen sichtbar und erfahrbar machen. Dabei möchten wir offen sein für die Fragen und Anliegen der Menschen um uns herum, der Menschen, mit denen wir gemeinsam unterwegs sind.

 

mittragen

 

Mittragen

Das Kreuz drückt immer mehr.
Simon von Cyrene packt an und hilft.
Bei dieser Station verspüren wir Hoffnung am ehesten.

Ist diese Hilfe ein Tropfen auf dem heißen Stein? Jesus muss das Kreuz bis zum Ende alleine tragen. Mittragen lindert die Belastungen wenigstens vorübergehend.

Jesus, schenke mir den Mut und die Zuversicht, dass ich das Kreuz meiner Mitmenschen mittragen kann. 

 

 

 

teilhabe

 

Teilhabe

Veronika, eine Frau, die sieht, wie elend es Jesus geht.
Sie reicht ihm ein Tuch, damit er sich den Schweiß abwischen kann. Sie nimmt an Jesu Leidden teil.

Veronika steht auf und macht sich selbst angreifbar, setzt ein Zeichen. Es ist nicht viel mehr als Mitleiden, als eine Teilhabe, eine kleine Hilfe. Nur ein Schweißtuch, eine mitmenschliche Geste.   

Jesus, gib auch mir die Kraft mich in kleinen Schritten für andere einzusetzen und lass mich Anteil nehmen.

 

verurteilt

 

Verurteilt

Jesus steht vor Pilatus. Einsam.
Niemand ist mehr bei ihm. Er kann nur noch auf sein Urteil –
seine Verurteilung warten. Er muss seinen letzten Weg gehen.

 

Oft werden Menschen verurteilt, obwohl ihre Lebenssituation zu wenig bekannt ist. Gerüchte verbreiten sich schnell. Betroffene Menschen haben einen schweren Weg vor sich.

 

Jesus, lehre mich nicht zu Verurteilen und die eigene menschenfreundliche Position zu behalten.

 

einssein

 

Einssein

Maria, seine Mutter, steht am Wegesrand. Es gibt ihm Kraft,
als er sie sieht. Er weiß, er ist nicht allein. Beide begegnen sich,
sie sind eins.

 

Eine Begegnung, die Kraft gibt. Uns aber fällt es oft schwer, mit dem Leid lieber Mitmenschen umzugehen. Sich belasten - den Situationen des Gegenübers zuzumuten fordert heraus. Beim Leid des anderen zuzusehen, verlangt viel Einfühlungsvermögen.

 

Jesus, schenke mir Hoffnung, dass Mitgefühl und Nähe Gräben zwischen Menschen überbrücken können. 

 

Krippe1Krippe2

DU Licht vom Lichte,
DU zeigest uns das
Antlitz des Vaters;
in Liebe leuchtest DU;
JESUS CHRIST.

Wir Ursulinen wünschen Ihnen allen, die Sie unsere Homepage besuchen

ein lichterfülltes, gesegnetes Weihnachtsfest.

Mögen wir Menschen des Lichtes sein!

 

4. Advent

Ja, darauf kannst du inständig hoffen,
fest vertrauen und geduldig Ausschau halten:
Dein LICHT kommt.
Auch wenn es in dir oder um dich herum
möglicherweise stockfinster
oder gar zum Verzweifeln ist:
Dein LICHT kommt.
Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen,
es ist kein frommes Hirngespinst
und keine nebulöse Einbildung:
Dein LICHT kommt.
Auch wenn noch so vieles dagegenspricht,
weil bösartige Mächte ihr Unwesen treiben:
Dein LICHT kommt,
Ja, du sollst es im eigenen Herzen hören,
in dem dir Gott höchstpersönlich verspricht:
Dein LICHT kommt.

Mögen uns die Gedanken von Paul Weismantel in den letzten Tagen vor Weihnachten begleiten. Ich wünsche uns, dass wir unser Herz und unsere Sinne für SEIN Kommen öffnen. 

Schlüssel

Das Thema dieser Woche stammt aus den O-Antiphonen, die spirituell auf Weihnachten vorbereiten. Die sechstrophigen Anrufungen kommen aus den alttestamentlichen Büchern Jesaja, Exodus und der Weisheitsliteratur. Sie gehören zum Urerbe der Adventszeit.

Seit es Türen gibt, benötigen wir Schlüssel. Täglich brauchen wir verschiedene Schlüssel zum Auf- und Abschließen von unterschiedlichen Türen. Wer kennt nicht den Schrecken, einen verlegten oder verloren geglaubten Schlüssel höchst aufgeregt suchen zu müssen? Ein einziges Schlüsselerlebnis lässt uns die Augen neu öffnen.

Der kommende Messias will uns tiefere Zugänge zu den oft verborgenen Schätzen unseres Glaubens erschließen. ER selbst wird für uns zum Schlüssel, schließt unser Herz auf und ist damit Schlüsselfigur für ein wahres, geglücktes, sinnvolles und gelungenes Leben.

 

Bitten wir Jesus Christus, dass er uns aufschließt damit uns das Licht der Weihnacht erfüllen kann.

Macht hoch die Tür ...

Vielen Türen begegne ich im Laufe des Tages, im Laufe meines Lebens.
Offene. Verschlossene. Mit und ohne Klinke.
Manche werden mir geöffnet, andere bleiben verschlossen.

Es gibt Türen, die öffne ich mir selbst.
Mit Leidenschaft. Mit Vorsicht. Mit Beharrlichkeit.
Es gibt Türen, die knirschen, wenn ich die Klinke herunterdrücke.
Andere öffnen sich sofort, so als warteten sie darauf, dass ich komme.

Hinter allen Türen verbirgt sich für mich ein neuer Blick auf das Leben.
Ich darf sehen, hören und immer wieder neu lernen.
Dabei entdecke ich Selbstverständliches wie Geheimnisvolles.

Eine dieser Türen führt zu mir selbst.
Bei mir kann ich sein, wer ich bin und wie ich bin,
erfahre Schutz und Geborgenheit,
lerne Achtsamkeit mit mir selbst und auch für andere!

Der Advent lädt mich und Sie ein, Türen zu öffnen.
Dies gilt sowohl gegenüber Menschen als auch für Gott.
Öffnen wir unsere Türen und Tore für SEIN Kommen,
in unserem Haus, in unserem Alltag, in unserem Herzen.

 

Advent 2025

Im Advent geht es darum, Gott den Weg zu bereiten, sodass er wirklich ankommen kann. Durch seine Menschwerdung, die wir an Weihnachten feiern, schenkt Gott sich uns selbst.
Ich lade uns ein, Wegbreiter für die Ankunft Jesu für uns selbst und für andere Mitmenschen zu sein. Vielleicht helfen uns folgende Fragen, um den Weg des Herrn zu bereiten:
Welche Wege gehe ich täglich?
Wo stehe ich Gott und seiner Botschaft im Weg?
Wie und wo kann ich in diesem Advent Gott in meinem Alltag für mich und meine Nächsten erfahrbar machen?

Besinnungstag

 

 

Besinnungstag für Frauen

im Ursulinenkloster Straubing

am Samstag, 13. Dezember 2025
von 09:30 bis 17:00 Uhr.

Verköstigung im Kloster. Unkosten: 10 Euro.

Anmeldung bis 07. Dezember 2025:
Sr. Judith Reis, Burggasse 40, 94315 Straubing
Tel.: 09421/9923-0;
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anhand von Bildern und Symbolen,
mit Musik und Liedern,
in Einzelbesinnung und Gruppenarbeit nähern wir uns dem Thema.

Allerseelen - AllerheiligenWir feiern Allerheiligen,
alle Heiligen, ja alle Seelen,
die uns in Güte und Liebe begegnet sind,
die unser Herz berührt haben.

Wir feiern unser Allerheiligen der Freude,
auch wenn sich Trauer einmischt,
weil wir so manche Mitschwester noch gerne bei uns hätten,
wir feiern, weil sie bei Gott leben.

Wir feiern ein Allerheiligen der Stille,
stiller Anbetung und stiller Freude;
nicht der lauten Töne,
sondern der Regungen in unserem Innern.

Wir feiern ein Allerheiligen des Glaubens,
das die Grenzen überwindet,
die wir nicht sprengen können
und wir so einen Vorgeschmack unserer Erlösung erfahren.

Wir feiern Allerheiligen,
weil alle unsere Toten die Nähe Gottes erfahren
und sie uns dadurch Segen, Heil und Freude schenken,
denn wir tragen sie im Herzen.

nach Reinhard Röhrner