Ein herzliches Grüß Gott und Willkommen im Ursulinenkloster Straubing

Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen, die nach dem Vorbild der heiligen Angela Merici ein Leben in der Nachfolge Jesu führen. Wir wollen in unserem Leben - jede an dem Platz, an dem sie steht - die Liebe Gottes zu allen Menschen sichtbar und erfahrbar machen. Dabei möchten wir offen sein für die Fragen und Anliegen der Menschen um uns herum, der Menschen, mit denen wir gemeinsam unterwegs sind.

 

 

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DU Licht vom Lichte,
DU zeigest uns das
Antlitz des Vaters;
in Liebe leuchtest DU;
JESUS CHRIST.

Wir Ursulinen wünschen Ihnen allen, die Sie unsere Homepage besuchen

ein lichterfülltes, gesegnetes Weihnachtsfest.

Mögen wir Menschen des Lichtes sein!

 

4. Advent

Ja, darauf kannst du inständig hoffen,
fest vertrauen und geduldig Ausschau halten:
Dein LICHT kommt.
Auch wenn es in dir oder um dich herum
möglicherweise stockfinster
oder gar zum Verzweifeln ist:
Dein LICHT kommt.
Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen,
es ist kein frommes Hirngespinst
und keine nebulöse Einbildung:
Dein LICHT kommt.
Auch wenn noch so vieles dagegenspricht,
weil bösartige Mächte ihr Unwesen treiben:
Dein LICHT kommt,
Ja, du sollst es im eigenen Herzen hören,
in dem dir Gott höchstpersönlich verspricht:
Dein LICHT kommt.

Mögen uns die Gedanken von Paul Weismantel in den letzten Tagen vor Weihnachten begleiten. Ich wünsche uns, dass wir unser Herz und unsere Sinne für SEIN Kommen öffnen. 

Schlüssel

Das Thema dieser Woche stammt aus den O-Antiphonen, die spirituell auf Weihnachten vorbereiten. Die sechstrophigen Anrufungen kommen aus den alttestamentlichen Büchern Jesaja, Exodus und der Weisheitsliteratur. Sie gehören zum Urerbe der Adventszeit.

Seit es Türen gibt, benötigen wir Schlüssel. Täglich brauchen wir verschiedene Schlüssel zum Auf- und Abschließen von unterschiedlichen Türen. Wer kennt nicht den Schrecken, einen verlegten oder verloren geglaubten Schlüssel höchst aufgeregt suchen zu müssen? Ein einziges Schlüsselerlebnis lässt uns die Augen neu öffnen.

Macht hoch die Tür ...

Vielen Türen begegne ich im Laufe des Tages, im Laufe meines Lebens.
Offene. Verschlossene. Mit und ohne Klinke.
Manche werden mir geöffnet, andere bleiben verschlossen.

Es gibt Türen, die öffne ich mir selbst.
Mit Leidenschaft. Mit Vorsicht. Mit Beharrlichkeit.
Es gibt Türen, die knirschen, wenn ich die Klinke herunterdrücke.
Andere öffnen sich sofort, so als warteten sie darauf, dass ich komme.

Hinter allen Türen verbirgt sich für mich ein neuer Blick auf das Leben.
Ich darf sehen, hören und immer wieder neu lernen.
Dabei entdecke ich Selbstverständliches wie Geheimnisvolles.

Eine dieser Türen führt zu mir selbst.
Bei mir kann ich sein, wer ich bin und wie ich bin,
erfahre Schutz und Geborgenheit,
lerne Achtsamkeit mit mir selbst und auch für andere!

Der Advent lädt mich und Sie ein, Türen zu öffnen.
Dies gilt sowohl gegenüber Menschen als auch für Gott.
Öffnen wir unsere Türen und Tore für SEIN Kommen,
in unserem Haus, in unserem Alltag, in unserem Herzen.

 

Advent 2025

Im Advent geht es darum, Gott den Weg zu bereiten, sodass er wirklich ankommen kann. Durch seine Menschwerdung, die wir an Weihnachten feiern, schenkt Gott sich uns selbst.
Ich lade uns ein, Wegbreiter für die Ankunft Jesu für uns selbst und für andere Mitmenschen zu sein. Vielleicht helfen uns folgende Fragen, um den Weg des Herrn zu bereiten:
Welche Wege gehe ich täglich?
Wo stehe ich Gott und seiner Botschaft im Weg?
Wie und wo kann ich in diesem Advent Gott in meinem Alltag für mich und meine Nächsten erfahrbar machen?

Besinnungstag

 

 

Besinnungstag für Frauen

im Ursulinenkloster Straubing

am Samstag, 13. Dezember 2025
von 09:30 bis 17:00 Uhr.

Verköstigung im Kloster. Unkosten: 10 Euro.

Anmeldung bis 07. Dezember 2025:
Sr. Judith Reis, Burggasse 40, 94315 Straubing
Tel.: 09421/9923-0;
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anhand von Bildern und Symbolen,
mit Musik und Liedern,
in Einzelbesinnung und Gruppenarbeit nähern wir uns dem Thema.

Allerseelen - AllerheiligenWir feiern Allerheiligen,
alle Heiligen, ja alle Seelen,
die uns in Güte und Liebe begegnet sind,
die unser Herz berührt haben.

Wir feiern unser Allerheiligen der Freude,
auch wenn sich Trauer einmischt,
weil wir so manche Mitschwester noch gerne bei uns hätten,
wir feiern, weil sie bei Gott leben.

Wir feiern ein Allerheiligen der Stille,
stiller Anbetung und stiller Freude;
nicht der lauten Töne,
sondern der Regungen in unserem Innern.

Wir feiern ein Allerheiligen des Glaubens,
das die Grenzen überwindet,
die wir nicht sprengen können
und wir so einen Vorgeschmack unserer Erlösung erfahren.

Wir feiern Allerheiligen,
weil alle unsere Toten die Nähe Gottes erfahren
und sie uns dadurch Segen, Heil und Freude schenken,
denn wir tragen sie im Herzen.

nach Reinhard Röhrner

Herbst 2025

 

 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.


Rainer Maria Rilke (1902)

„Du sollst ein Segen sein …“

Unseren gemeinsamen Vormittag in Gemeinschaft von Schwestern und Aggregierten gestaltete Schwester Judith, wie immer sehr tiefgründig und anschaulich vorbereitet und durchgeführt, mit vielerlei Inhalten und abwechslungsreichen Methoden. Wir fanden zunächst eine gestaltete Mitte vor: Auf einem Tuch war in Muschelform gelegt ein Kreuz, davon ausgehend war strahlenförmig auf Papierstreifen das Wort „Segen“ in verschiedenen Sprachen zu lesen.

Danach näherten wir uns der Wortbedeutung von Segen: „benedicere“, d.h. „dem anderen etwas Gutes sagen.“ Das deutsche Wort „segnen“, vom lateinischen Wort „signare“ abgeleitet, bedeutet „bezeichnen“ im Sinne von „siegeln“ oder „besiegeln“. Christen besiegeln im Namen des Kreuzes.  Um dies eindrücklich wahrzunehmen, spürten wir dem „Kreuz“ in einer Körperübung nach und nahmen die vielerlei Kreuze an unserem Körper wahr. Dies vertiefte das Thema ganzheitlich. In der Mitte schlägt unser Herz und beim Armeausbreiten wurden wir gewahr, dass wir die Gestalt des Kreuzes in uns tragen.
Überlegungen, was, wann und zu welchen Gelegenheiten gesegnet wird, erweiterten das Spektrum ins Liturgische. Dabei wurde existentiell deutlich, was es bedeutet, gesegnet zu sein und selbst ein Segen zu sein: Damit Leben gelingen kann, braucht es unser Beten und Gottes Segen. Deutlich wurde: Es ist ein Segen, wenn Leben gelingt und Früchte trägt, es bringt Sinn und ist Zeichen von Gottes Nähe. Gesegnete Menschen erfahren Gnade: Begegnungen, Liebe, Bewahrung, Frieden und Lebenskraft sind Geschenke.

Rosenkranz Bild

Die heilige Ursula, die Patronin unseres Ordens und die unseres Klosters, gibt auch den Schulen der Ursulinen-Schulstiftung ihren Namen.

Die heilige Ursula ist mit ihren Gefährtinnen von England mit dem Schiff aufgebrochen. Sie kamen nach Köln, wo sie zusammen mit ihren Begleiterinnen für ihren Glauben den Märtyrertod starb. Die Legende der hl. Ursula führt uns in tiefere Wahrheiten ein. Dies sollen die Symbole des Ursulinenwappens, das vor dem Altar steht, zeigen. Das rechte Feld des Wappens ist der hl. Ursula zugedacht, das linke der hl. Angela.

  • Der Pfeil ist ein Symbol für den Anruf Gottes an uns.
  • Die Taube ist ein Symbol für den Heiligen Geist, der uns führt und leitet.
  •  Das Kreuz ist ein Symbol für Ängste und Schwierigkeiten, aber auch für Hoffnung.
  • Das Lorbeerbäumchen, „laurus“ im Lateinischen, ist ein Symbol für Glauben und Hinwendung zu Gott.
  • Die Krone ist ein Symbol für Würde, verheiße Erfüllung und Kraft zum Leben.
  • Der Wahlspruch der Ursulinen lautet: Gott allein die Ehre – SOLI DEO GLORIA.

Die hl. Ursula hat es gewagt,
ihr Leben nach ihrer Überzeugung zu leben,
ihrem Leben einen Sinn zu geben, den sie in der Hingabe an Gott für andere fand,
dieses Leben durchzustehen in einem fremden Land,
in unbekannten Verhältnissen ohne Sicherheit aufzubrechen,
dieses Leben hinzugeben in Treue zu sich selbst,
für Jesus Christus.

Wagen wir es,
ein Leben nicht nur für uns,
ein Leben für andere,
ein Leben, das eine Mitte hat, aus der wir unsere Ängste überwinden,
den Mut haben, immer wieder neu anzufangen.

So wagen wir es,
wie die hl. Ursula im Glauben, in der Liebe zu Jesus Christus
und den Mitmenschen.