Ein herzliches Grüß Gott und Willkommen im Ursulinenkloster Straubing

Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen, die nach dem Vorbild der heiligen Angela Merici ein Leben in der Nachfolge Jesu führen. Wir wollen in unserem Leben - jede an dem Platz, an dem sie steht - die Liebe Gottes zu allen Menschen sichtbar und erfahrbar machen. Dabei möchten wir offen sein für die Fragen und Anliegen der Menschen um uns herum, der Menschen, mit denen wir gemeinsam unterwegs sind.

 

Adventskalender thumbnailLiebe Leserin, lieber Leser!

Dieser Adventskalender ist als Alternative zu den regelmäßig im Ursulinenkloster stattfindenden Besinnungswochenenden entstanden, die Corona bedingt bedauerlicherweise ausfallen. Er kann eine geistlich-spirituelle Verbindung zwischen Ihnen und uns ermöglichen. Wir wünschen uns, dass der Adventskalender Impulse und Hilfestellungen für alle diejenigen gibt, die in dieser schwierigen Zeit besinnliche Anregungen suchen. Freundschaft leben, Menschen begegnen, Nähe gestalten, Berufstätigkeit ausüben ist nicht mehr so möglich, wie wir das gewohnt waren; vieles ist gar nicht möglich. Auf diesem Hintergrund möchten wir mit den Inhalten des Adventskalenders Perspektiven weiten und Chancen aufzeigen. Wir laden Sie ein, sich dafür in der Adventszeit Zeit zu nehmen und Aufmerksamkeit darauf richten.
Und so möchten wir uns in dieser Zeit des Advents bewusst auf Gott einlassen, der uns auf allen unseren Wegen begleitet, der unser Woher und Wohin ist, das Licht in die Dunkelheit bringt und unser Leben erhellen kann.

Wir wünschen Ihnen und uns eine gesegnete, friedvolle und vor allem gesunde, heilsbringende Adventszeit.
Ihre
Schwester Angela Maria Antoni, OSU  

Beatrix Kantsperger, Aggregierte der Ursulinen von Straubing

 

P.S. Im Adventskalender werden Sie auf die Du-Form stoßen. Dies dient der leichteren Ansprechbarkeit bei Übungen und stellt keine Respektlosigkeit dar.

 

sr.EditAdvent – eine Zeit der Umkehr:

Sich Gott zuwenden,

um für seine erlösende Nähe frei zu sein.

Advent – eine Zeit des Aufbruchs:

Jeden Tag aufstehen aus dem Schatten des Ichs,

um in das Licht Seiner Gnade einzutreten.

Advent – eine Zeit der Vorbereitung:

Die Herzen für seine Ankunft bereiten,

um seine Liebe zu empfangen.

Advent – eine Zeit des Warten und Erwartens:

In Geduld ausharren,

um von Ihm beschenkt zu werden.gemeinschaft

Advent – eine Zeit der Sehnsucht:

Seine Gedanken auf Ihn ausrichten,

um eins mit Ihm zu werden.

Advent – eine Zeit der Vorfreunde:

Auf Gott hoffen,

um von Seiner Freude erfüllt zu werden.

Advent – eine Zeit des Schweigens:

Still werden vor Gott,

um das Geheimnis Seiner Menschwerdung zu erahnen.

Ute Weiner                                                                                                                       

 

Für immer geliebt.                 Niemals vergessen.                  Auf ewig vermisst.

 

18 02 06 Ursulinen 017Bitte beachten Sie in der Ursulinenkirche:

Wir laden Sie zu unseren Gottesdienst- und Gebetszeiten ein. Bitte halten Sie folgende Bedingungen ein
 Tragen Sie beim Betreten der Kirche den Mund- und Nasenschutz.
 Desinfizieren Sie Ihre Hände am dafür bereitgestellten Spender.
 Gehen Sie nur an die gekennzeichneten Plätze bzw. Stühle.
 Legen Sie am gewählten Platz Ihre Maske ab.
 Verwendung Sie nur das mitgebrachte Gotteslob.
 Bleiben Sie beim Kommunionempfang in der Bank auf ihren Platz.
 Eine Schwester bringt die Kommunion zu Ihnen.
Zu Ihrer Orientierung geben wir die etwas veränderten

 

 

Gebetszeiten bekannt:
Montag bis Freitag jeweils um 18:00 Uhr Abendmesse mit Vesper
Samstag um 07:30 Uhr Hl. Messe mit Laudes; 18:00 Uhr Vesper
Sonntag um 09:00 Uhr Hl. Messe; 18:00 Uhr Vesper
Die Laudes werden am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils um 06:30 Uhr gebetet.
In den Ferien beginnt die Laudes an den genannten Tagen um 07:30 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ferienzeit ist Urlaubszeit

Urlaub ist für unsere Gemeinschaft immer etwas Besonderes. Jede Schwester hat die Möglichkeit, ihre Urlaubszeit von vier Wochen selbst zu gestalten. Für uns ist es wichtig, dass sich jede Einzelne an Leib und Seele erholen kann und mindestens zwei Wochen am Stück weg ist.
Weil mehrere ältere Schwestern nicht mehr in Urlaub fahren können, überlegten wir, welche alternativen Möglichkeiten wir in unserer Nähe nutzen könnten. Da kam es uns sehr entgegen, dass ein großer Personendampfer in Straubing angelegt hatte. Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Donaufahrten eingestellt; deswegen bot dieser Dampfer die Möglichkeit zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen an. Ein Nachmittagskaffee auf dem Schiff war für uns alle ein reizvolles und nicht zu anstrengendes Ausflugsziel.
Zusammen mit unseren Gastschwestern aus Erfurt und Graz besuchten wir das schwimmende Donau-Café. Da es sehr heiß an diesem Nachmittag war – der Sommer meinte es gut mit uns - waren wir froh, dass außer an Deck auch in einem klimatisierten Raum bewirtet wurde. Dort nahmen wir Platz und jede bestellte sich Kuchen, Eis, Eiskaffee, Kaffee oder sonst ein erfrischendes Getränk. Die Atmosphäre tat allen gut und wir erlebten einen frohen, unterhaltsamen Nachmittag.
Mitschwestern, die außerdem noch verreist waren, verbrachten ihren Urlaub im Bayerischen Wald oder in der Schweiz, in der Sächsischen Schweiz, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald oder bei Familienangehörigen.
Die Bilder zeigen Impressionen von den gemeinsamen Stunden der Erholung.

 

Anbei der Bericht zur Dachrenovierung unserer Kirche.

Bericht 1

Bericht 2

 

Jesus

Drei Monate haben nur wir Schwestern die Kirche gefüllt. Wir haben Sie als Mitbetende und Mitfeiernde vermisst. Doch mit unseren Gebeten haben wir Sie begleitet.

Unsere Kirche kann aufgrund der Sanierung des Daches, aus Sicherheitsgründen auch weiterhin nur jeweils eine halbe Stunde vor den Gottesdiensten bzw. Gebetszeiten geöffnet werden.

Ab jetzt laden wir Sie wieder zu unseren Gottesdienst- und Gebetszeiten ein.
Bitte tragen Sie beim Betreten der Kirche den Mund- und Nasenschutz; am gewählten Platz dürfen Sie diesen ablegen. Die Plätze für Besucher sind mit „Schön, dass Sie da sind“ gekennzeichnet.
Wir bitten darum, dass Sie Ihr Gotteslob selbst mitbringen.
Beim Eingang steht Desinfektionsmittel für die Hände bereit.
Bleiben Sie beim Kommunionempfang in den Bänken auf ihrem Platz. Eine Schwester bringt die Kommunion zu Ihnen.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Angela30 Ursula SR 300Ein Glasfenster im Treppenhaus unserer Schule

Das Bild, ein Ausschnitt aus einem großen Glasfenster, hergestellt in der Werkstatt der traditionsreichen Hofglasmalerei Zettler in München, Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts, zeigt im neubarocken Stil barockes Welttheater. Dies diente vor allem Jesuiten zur Veranschaulichung der Heilswahrheit, in Verbindung von Physik und Metaphysik, Diesseits und Jenseits.
Vor einer himmlischen Kulisse, einem Wolkenband, in einem Lichtkegel, Mandorla genannt, von dem goldene Strahlenbündel auf die Erde fallen, überreicht Ursula Angela die Fahne mit weißem Kreuz auf rotem Hintergrund. Sie, Patronin der Ursulinen, ist gekleidet in ein weißes Gewand mit blauem Mantel, versehen mit einem Heiligenschein und einer Krone, was an Maria erinnert.
Angela Merici, die Gründerin der Ursulinen, ist gekleidet in ein braunes Ordensgewand, sei es eine Anspielung auf das Kleid der franziskanischen Tertiarin, sei es ein Hinweis auf die seit Anfang des 17. Jahrhunderts bestehende Ordenstradition.
Ursula als Anführerin von 11 oder 11000 Frauen, einer in verschiedener Weise deutbaren Zahl, beugt sich bei der Übergabe zu Angela, neben der ein aufgeschlagenes Buch liegt, in dem ein schwer lesbarer Text erkennbar ist.
Szenen in jesuitischen Welttheatern sollten der Erziehung dienen, auch indem sie Leser, Zuschauer, Betrachter aufforderten, sich am Spiel (ludus, lateinisch, zu übersetzen mit Spiel und Schule) zu beteiligen, um durch Miterleben eine Katharsis, eine Läuterung, zu erfahren.
Die Fahne, ein identitätsstiftendes Symbol für ein Land, eine Vereinigung, einen Berufsstand … verlangt Treue zu bestimmten Wertvorstellungen, bedingungslose Gefolgschaft. In der christlichen Tradition ist sie vor allem ein Attribut des auferstandenen Christus.

Marienaltar Straubing

Jeden Monat gönnen wir uns einen Besinnungstag. Die Zeit dient der Glaubensvertiefung, der Reflexion des eigenen Seins sowie der Neuausrichtung auf Gott und die Gemeinschaft. Dieser Tag wird jeweils von einer Schwester unter einem Thema vorbereitet und gestaltet. Dir Inhalte orientieren sich an der Bibel, an Festen im Jahreskreis oder den Schriften unsere Gründerin, der hl. Angela Merici.

Zum Ablauf des Tages gehören in der Regel Impulse, stille persönliche Mediations- und Gebetszeiten, Austausch über die Erfahrungen zum Thema und Anbetung vor dem Allerheiligsten.

Im Mai stand das Thema „Maria“ im Mittelpunkt unserer Recollectio.

„Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
doch keins von allen kann dich schildern,
wie meine Seele dich erblickt.“

Dieses Gedicht schrieb Novalis über Maria. Die Gedanken dazu wurden anhand von Bildern vertieft und mit persönlichen Erfahrungen in Verbindung gebracht. Jede Schwester konnte anschließend ein Bild aus dem Leben Mariens bzw. eine Geschichte auswählen und in der Meditation vertiefen und auf ihr Leben beziehen.

In einer Maiandacht „Gegrüßet seist du, Maria, fruchtbare Mutter Erde“ wurden in Lied und Text sowie durch das Legen eines Bodenbildes Marias Lebensweg weiter vertieft.
Dabei wurde die Rosenknospe als Sinnbild für das „Ja“ Mariens betrachtet. Das Legen eines Seils in Form einer Spirale kennzeichnete den Weg Marias als Abenteuer mit Gott. Eine Schale mit Erde bedeutet, dass Marias den Boden für das Wirken Jesu bereitet hat. Das Entzünden der Kerze erinnert daran, dass Maria fruchtbarer Mutterboden für den Erlöser, das Licht der Welt, ist.
Maria erlebte die Hochzeit zu Kana als bodenständige Frau und sah, dass der „Lebenssaft“ ausgeht. Grüne Blätter schmücken die Spirale.
Maria kümmerte sich um die Durchführung der Anweisungen Jesu; sie ist offen für die Leuchtzeichen und die blühenden Beweise seiner Zuwendung. Blumen verzieren ihren Weg.
Maria musste in dieser Erzählung auf ihre Bitte an Jesus, schmerzhaft Distanz erfahren und ihr blieb sein göttliches Geheimnis verschlossen. Sinnbildlich dafür werden Steine auf den Weg gelegt.

Besinnungstag im Mai 5

 

Das entstandene Bild und die meditativen Gedanken sind Sinnbilder für unser Leben und können uns im Alltag begleiten.