Ich bitte euch deshalb, seid wachsam, mit weitem und sehnsüchtigem Herzen.
Angela Merici - aus der Einleitung der Regel
Gott, du mein Herr, du hast mich angerührt und das Licht deiner Wahrheit in mein Herz gesenkt, du hast die Sehnsucht geweckt, die sich nach dir ausstreckt, wo immer ich mich befinde: mitten im Alltag und auf dem Fest, in der Begegnung und in der Arbeit, im Straßenverkehr und in der Stille einer Kirche, im gemeinsamen Leben und hinter der geschlossenen Tür meines Zimmers.

Die Kirche mit dem Bethaus bildet die Mitte unseres Klosters. Regelmäßig versammeln wir uns hier zum Stundengebet und zur Eucharistiefeier. In der Klosterkirche feierte jede Schwester ihre Profess, ihre Hingabe an Gott in den Gelübden der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams.
Die Klausur ist unser abgeschlossener Lebensbereich, der uns helfen soll, das Wesentliche des Ordenslebens im Blick zu behalten.
Es gibt kein Kloster ohne Bibliothek, ohne Bücher, denn Bildung und Weiterbildung ist eine Lebensaufgabe für jede Schwester. So hat die lectio divina, die tägliche geistliche Lesung, einen festen Platz im Tagesablauf.
Wir S
chwestern haben die Möglichkeit, uns in zwei kleine Innenhöfe: einen Kräutergarten und einenbepflanzten Garten mit einem Brunnen zurückzuziehen. Dort können wir Erholung finden, die Natur im Kreislauf des Jahres beobachten und uns an den kleinen Dingen der Schöpfung freuen.
Unter unserer Kirche befindet sich die Gruft, die Ruhestätte der Schwestern. Auf den Grabplatten stehen der Name, das Geburtsdatum, das Datum der Profess und das Sterbedatum der jeweiligen Mitschwester.