"Denn in diesen gefährlichen und unheilvollen Zeiten findet ihr keine andere Zuflucht als zu den Füßen Jesu Christi." (hl. Angela aus dem Siebten Gedenkwort)

 

Eine zweite, härtere Zäsur erfolgte durch die Verweisung der Schwestern aus den Schulen während der Zeit des Nationalsozialismus. Von 1937 – 1939 wurden alle Schulen geschlossen und demzufolge auch das Pensionat. Erschwerend kam hinzu, dass die Schwestern die Gebäude abgeben mussten, und zwar mit der Begründung, diese seien „Volkseigentum". Die Schwestern mussten auf engstem Raum zusammenleben.

Zwei Schwestern konnten nach Louisville auswandern, vier Schwestern gingen nach Brig (Schweiz), einige arbeiteten in anderen Klöstern mit oder übernahmen Dienste in Anstalten und Landpfarreien. Einige Schwestern blieben im Kloster, auf Thurnhof und auf Hermannsberg.

Was noch bitterer war: Jungen Frauen musste wegen der unsicheren Lage die Aufnahme in die Ordensgemeinschaft verweigert werden.

1944 zog das Ausweichkrankenhaus Küstrin mit Ärzten und Pflegepersonal in die Pensionatsräume ein. Der nördliche Schulbau wurde als Lazarett eingerichtet.