"Haltet euch an den alten Weg und lebt ein neues Leben" (hl. Angela aus dem Siebten Gedenkwort)

 

Nach der Kapitulation kehrten alle Schwestern ins Kloster zurück und nahmen ihren Dienst in der Volksschule wieder auf. Obwohl es ein schwerer Anfang war, eröffneten sie bereits 1945 das Internat und ein Gymnasium sowie 1947 eine Mittelschule. Bis heute bemüht sich das Kloster durch umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten die Schulen auf hohem Niveau führen zu können.

1953/54 steht im Schulbericht: „Nun, da uns Gott ein blühendes Arbeitsfeld zurückschenkte, fehlen die Arbeiterinnen im Weinberg des Herrn. Die schaffensfrohen Älteren altern und kränkeln, die hoffnungsvollen Jüngeren bleiben aus. ... Möge Gott die Geschicke unseres Klosters zum Guten lenken!"

Das zweite Vatikanische Konzil regte eine fundamentale Erneuerung der Orden an.
Die Föderation deutschsprachiger Ursulinen erarbeitete eine Neufassung der Weisungen. Die Gemeinschaft ging einen intensiven Weg der geistlichen Erneuerung. Als apostolisch tätige Gemeinschaft sind die Schwestern nun nicht mehr den strengen Klausurbestimmungen verpflichtet.

Seit 1970 werden an der Fachakademie für Sozialpädagogik, der ein Kindergarten angeschlossen ist, Erzieherinnen ausgebildet.

Die Gemeinschaft bietet für Schülerinnen nachmittags in der sog. „Tagesbetreuung" die Möglichkeit, unter Begleitung kognitive und soziale Kompetenzen zu lernen.

Ferner bieten die Schwestern die Ausbildung zu Hauswirtschafterinnen an.

Der Hermannsberg und der Thurnhof werden aufgrund der Konventssituation verpachtet.

Seit 1998 bieten die Schwestern für Menschen auf der Schattenseite des Lebens in der Armenküche eine gerne angenommene Anlaufstelle.

Um die drei Schulen – das Gymnasium, die Realschule und die Fachakademie für Sozialpädagogik - aufgrund der kleiner gewordenen Schwesterngemeinschaft zu sichern, wurden sie 2000 in die Trägerschaft der „Ursulinen Schulstiftung Straubing" übergeben. Damit unsere Schulen weiterhin als „Ursulinenschulen" geführt werden, ist es uns ein großes Anliegen, unseren MitarbeiterInnen unser „Erbe" weiterzugeben.

2002 wurde das Internat wegen der sich verändernden Infrastruktur geschlossen.

Seit 2008 gehen wir mit unseren Aggregierten einen neuen Weg auf den Spuren der hl. Angela.